Zaun und Bürokratie

Die Bürokratie macht am Zaun keinen Halt

Wenn wir ganz allgemein vom Zaun reden, sind wir naturgemäß nicht sehr präzise. Die diversen Arten von Zäunen, die es gibt, sind schier unübersichtlich. Großer Beliebtheit erfreut sich derzeit der Doppelstabmattenzaun, der mit Steinen gefüllt wird, der Maschendrahtzaun ist eher die zweckmäßige und preiswerte Lösung.

Was ist ein Zaun?

Ein Zaun definiert sich rechtlich als Einfriedung. Es existieren die unterschiedlichsten Arten von Zäunen. Die bekanntesten werden wohl der Jägerzaun oder auch der Maschendrahtzaun sein. Es gibt auch Zaunsysteme aus Draht, Zäune als Gitterzäune, ebenso Kunststoffzäune.

Beliebt auch als Sichtschutz ist der Doppelstabmattenzaun. Nichtsdestotrotz, egal welcher Art der Zaun ist, er bleibt immer eine Abgrenzung, eine Einfriedung eben, wie es im Baurecht formuliert ist. Der Begriff Einfriedung statt Zaun oder Maschendrahtzaun ist der juristische Obergriff, für eine Abgrenzung vom Nachbaranwesen. Ein Zaun nennt sich in der Juristik auch bauliche Einfriedung. Das heißt, er ist eine bauliche Anlage.

Ein lebender Zaun aus Büschen oder Bäumen ist unter Beachtung der Grenzabstände zu pflanzen, er stellt keine bauliche Einfriedung dar. Für andere Zaunanlagen gilt, weil sie bauliche Anlagen sind, eine bestimmte Bauhöhe als Grenzwert. Das sind in Bayern, innerhalb von geschlossenen Ortschaften beispielsweise 1,80 Meter. Höhere Zäune bedürfen einer Baugenehmigung.

Merkmale

Die Merkmale einer Einfriedung beschreiben eine Vorrichtung, die ihren wesentlichen Zweck darin sieht, ein Grundstück gegen das Betreten oder Verlassen in unbefugter Weise zu sichern, als Schutz gegen Immissions- und Witterungseinflüssen und gegen Einsicht von außen zu dienen. Eine Einfriedung kann auch als Lärmschutz fungieren, sie grenzt das Grundstück, in seinem kompletten Umfang oder nur teilweise von lauten Straßen ab.

Dazu werden heute gerne Zaunelemente aus Sicherheitsglas oder haltbarem Kunststoff gewählt. Einfriedungen können Schilfmatten an Pfählen an der Grundstücksgrenze, Erdwälle, Schranken, Mauern, Stroh- bzw. ebenso befestigte Rohrmatten sein. Man unterscheidet in der Juristerei grundsätzlich zwischen geschlossenen Einfriedungen, wie zum Beispiel Zaunelemente aus Holz oder aber auch Mauern und offenen Einfriedungen, das sind beispielsweise die herkömmlichen Drahtzäune, welche natürlich lichtdurchlässig sind.

Es hat sich gezeigt, dass vor allem die geschlossenen Einfriedungen, also der Sichtschutzzaun, des öfteren zu Rechtsstreitigkeiten zwischen den Nachbarn führen. Vor allem geht es bei diesen Zwistigkeiten darum, dass dem Nachbar Licht und auch die Aussicht genommen werden. Selbstverständlich sind die Betonmauer, der Staketenzaun, der Gitterzaun auch strafrechtlich relevant, denn sie wurden als Ausbruchsbarriere um ein Gefängnis errichtet.

Dieser Beitrag wurde unter Garten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.