Haus bauen – Die Entscheidung

Hausbau als Herausforderung

In den eigenen 4 Wänden zu wohnen, ist in Deutschland erstrebtes Ziel vieler Familien. In anderen Ländern noch mehr als hierzulande. Denn Deutschland ist immer noch ein Mieterland. Weniger als die Hälfte der hier wohnenden Menschen haben Wohneigentum. In anderen Ländern, beispielsweise Spanien, sind das bis 80 %. Die Errichtung eines Eigenheims ist stets eine Herausforderung im Leben jeder Familie, egal wie alt die Menschen sind.

In erster Linie ist die Finanzierung zu stemmen. In jungen Jahren, wo noch wenig Eigenkapital erarbeitet werden konnte, steht ein Hausbau nicht unbedingt an vorderster Stelle. Da sind Kinder und Karriere wichtiger. Sind die Kinder aus dem Haus, kann auch an ein Eigenheim gedacht werden. In diesem Lebensalter sollte die Karriere in Schwung gekommen sein, das Ersparte und das Einkommen für einen Hausbau ausreichen. Ist das der Fall, stellt sich die neue Herausforderung: der eigentliche Bau.

Selber machen oder machen lassen

Nur die wenigsten Menschen werden sich zutrauen, ein Haus von Anfang an in eigener Regie und Eigenleistung zu errichten. Es fehlen schlicht und einfach die fachlichen Kenntnisse. Nicht umsonst müssen Architekten jahrelang dafür studieren. Es ist daher empfehlenswert, selbst wenn man einen eigenen Entwurf bauen lassen möchte, damit einen Architekten zu beauftragen. Er kennt die gesamten Formalitäten, das Baurecht, die notwendigen Anträge und Gutachten.

Er ist wie ein Lotse durch das Baugeschehen, bereits im Vorfeld. Wer über einen fertigen Architektenentwurf für sein Heim verfügt, kann mit der Ausführung auch einen Baubetrieb beauftragen. In diesem Fall empfiehlt es sich jedoch, einen Baubetreuer zu engagieren.

Fragen Sie einen Fachmann

Ein Baubetreuer ist ein Baufachmann, meist Bauingenieur, der regelmäßig, möglichst täglich, auf der Baustelle zu finden ist. Er prüft jede Einzelheit der Arbeit der Handwerker, dokumentiert die Arbeiten und verwendeten Materialien. Nur dadurch ist es möglich, verdeckte Baumängel zu vermeiden. Wenn etwa ein Baubetrieb gepfuscht hat und die Stelle mit dem Pfusch anschließend verdeckt ist, ist der Bauherr nicht mehr in der Lage, den Pfusch nachzuweisen.

Das Baurecht sieht für den Fall vor, dass ein Unternehmen nicht qualitätsgerecht gebaut hat, einen Regresseinbehalt durchzuführen. Dies muss allerdings im Bauvertrag vereinbart werden. Dieser Regresseinbehalt wird erst nach Ablauf der Garantiezeit an das Bauunternehmen ausgezahlt.